Kiez Büro insolvent: Rückschlag, Neustart oder Symptom eines Marktes im Wandel?
Wie die Immobilien Zeitung berichtet, hat die KB Kiez Büro GmbH einen Insolvenzantrag gestellt. Ein Moment, der nachdenklich stimmt. Denn noch vor kurzer Zeit wurde der neueste Standort im Kalle gefeiert – mit dem Enthusiasmus und der Energie, die man von Björn Budack und seinem Team kennt.
Björn Budack ist kein Newcomer. Er ist seit Jahren ein bekanntes Gesicht in der Berliner Coworking- und Kreativwirtschafts-Szene. Wer ihn kennt, weiß: Hier brennt jemand für das, was er tut. Umso schwerer wiegt die aktuelle Situation – auch wenn die genauen Umstände, die zur Insolvenz geführt haben, noch nicht vollständig klar sind.
Neukölln – kein leichter Standort
Wer die Berliner Coworking-Geschichte kennt, weiß: Neukölln ist kein einfaches Pflaster. In meinen vielen Jahren als Berater in diesem Markt habe ich diesen Kiez mehrfach scheitern und wieder auferstehen sehen. Direkt neben dem Kalle liegt beispielsweise die ehemalige "Alte Post" – einst ein Spaces-Standort, der trotz spannender Lage und Konzept ebenfalls schließen musste.
Diese Häufung ist kein Zufall. Hohe Mietkosten, eine anspruchsvolle Klientel, eine noch nicht vollständig gewachsene Nachfrage im Bereich Flex Work in bestimmten Stadtteilen – das sind Faktoren, die selbst gut gemachte Konzepte vor existenzielle Herausforderungen stellen.